Trainingsplan: 10 km unter 45 min

Trainingsplan: 10 km unter 45 min

Die Tempodefinitionen

Die Tempovorgaben für die Dauerläufe sind in langsam und ruhig aufgeteilt. Die Trainingssteuerung erfolgt über die Herzfrequenz. Wichtig ist, dass Sie Ihre maximale Herzfrequenz (HFmax) kennen. Wenn Sie diese noch nicht ermittelt haben, können Sie sich daran orientieren:

Maximalpuls bei Männern: HFmax = 223 – 0,9 x Lebensalter

Maximalpuls bei Frauen: HFmax = 226 – Lebensalter

Beim langsamen Dauerlauf wählen Sie das Tempo so, dass Sie sich dabei wohlfühlen. Die Läufe sollen sehr entspannt sein und dienen der aktiven Regeneration. Ihr Pulswert liegt bei etwa 70 bis 75 % der maximalen Herzfrequenz. Nehmen Sie diese Angabe jedoch nur zur Orientierungshilfe, um nicht in einen höheren Belastungsbereich zu kommen. Beim langsamen Dauerlauf gibt es keine untere Belastungsgrenze.

Ruhige Dauerläufe sind etwas schneller, aber Sie sollten immer das Gefühl haben, das Tempo problemlos bis zum Ende durchlaufen zu können. Seien Sie dabei nur so aus der Puste, dass Sie sich gut mit Mitläufern unterhalten können (bzw. könnten, wenn Sie alleine laufen). Ihre Herzfrequenz darf dabei bei etwa 75 bis 80 % des Maximums liegen. Bei lockeren Dauerläufen laufen Sie noch ein bisschen schneller – etwa so flott, dass Ihr Puls bei rund 80 bis 85 % der maximalen Herzfrequenz liegt.

Zügige Dauerläufe sind die schnellste Dauerlaufbelastung. Sie liegen im höchsten, gerade noch ohne Übersäuerung möglichen Tempobereich. Ein Kriterium für einen effektiven Tempodauerlauf ohne zunehmende Übersäuerung ist ein relativ stabiler Herzfrequenzverlauf. Das bedeutet, dass Ihre Herzfrequenz bis zur fünften Belastungsminute steigt, dann bis zum Ende des Tempodauerlaufs aber nicht mehr höher wird. Der Belastungsbereich für einen Tempodauerlauf sollte etwa bei 85 bis 88 % der maximalen Herzfrequenz liegen. Vor den zügigen Dauerläufen laufen Sie sich genau wie vor jedem Intervalltraining langsam ein. Nach der intensiven Belastung folgt als Cool-down ebenfalls eine langsame Auslauf-Phase.

Nach einigen Dauerläufen stehen Steigerungen auf dem Plan. Dafür laufen Sie eine Strecke von 80 bis 100 Metern und steigern das Tempo kontinuierlich vom Trab bis zum Sprint. Mit diesen kurzen Läufen belasten Sie die schnelle Muskulatur und kommen in einen anderen Schritt.

Hinweise zum Training

Dieser Trainingsplan führt Sie in sechs Wochen zu Ihrem Ziel, 10 Kilometer unter 45 Minuten zu laufen. Dafür laufen Sie vier Einheiten in der Woche. Die Dauer der Läufe und die Intensität beim Intervalltraining steigern sich wöchentlich in machbaren Etappen. In Woche 8 ist ein Test-Wettkampf geplant. Nutzen Sie diesen als sehr effektive Trainingseinheit und als Indikator für Ihren aktuellen Leistungsstand.

Je nachdem wie es Ihnen zeitlich passt, können Sie die Einheiten innerhalb der Woche auch an anderen Tagen absolvieren. Achten Sie aber darauf, dass vor und nach dem Intervalltraining ein Ruhetag oder ein regenerativer Lauf liegt. Die Erholung braucht Ihr Körper, um sich zu regenerieren und an die neuen Belastungen anzupassen.

Im Trainingsplan geben wir die Dauer und die Belastungsintensität der Laufeinheiten vor, nicht Distanz und Tempo. Denn die Trainingssteuerung nach Pulswerten ist viel effektiver. Wenn Sie möchten, können Sie aber jede Woche Ihre gelaufenen Kilometer dokumentieren und die Gesamtkilometer ins Diagramm am Ende des Trainingsplans eintragen.

Ihr Trainingsplan: 10 Kilometer unter 45 Minuten

Und nun: Viel Spaß beim Laufen und viel Erfolg im Rennen!

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