adidas Trailrunning: Danielas Weg zu den Infinite Trails – Teil 2


Unsere Produkttesterin Daniela nimmt die Herausforderung, an den Infinite Trails teilzunehmen, an. Begleitet sie hier im zweiten Teil ihres Trainings-Tagebuchs:

Woche 4:

Trainingstag 8 : 

Der ZUT steht an! Das bedeutete für diese Woche etwas herunterfahren und nicht allzu viel trainieren. Da ich auch weiterhin noch mit den Blasen zu kämpfen hatte und nicht die Gefahr eingehen wollte für den Lauf am Wochenende erneut mit Blasen kämpfen zu müssen, gab es für mich in dieser Woche nur eine Laufeinheit. Und zwar 90 Minuten entspannt laufen und schauen was der Fuß davon hält. Ich hab mich dieses Mal für eine Strecke mit Höhenmetern über schmale Waldtrails entschieden und muss sagen, das macht mir einfach am meisten Spaß. Und weil ich Urlaub hatte und noch ein bisschen Lust hatte aufs Rad zu steigen, gabs dann noch eine Radtour obendrauf. Auf die 100km gabs einen kleinen Rüffel von Sonja von Opel, unserem Coach, jetzt aber etwas zu entspannen, um die Beine nicht zu arg zu ermüden, bevor am Samstag der 24km-Lauf mit 600hm (Höhenmetern) ansteht.  

ZUT – Zugspitz Ultratrail:  

Der ZUT ist da! Am Wochenende stand dann der ZUT an, das ist ein Ultratrail Event an der Zugspitze, genauer gesagt in Garmisch Patenkirchen. Das Event sollte als persönliches Kennenlernen aber auch als Vorbereitung für die Infinite Trails dienen, um auch schon mal etwas Wettkampf Luft zu schnuppern. 

Freitag

Treffpunkt war der Adidas Terrex Store in München – übrigens ein wirklich richtig, richtig cooler Store, der sich zur Aufgabe gemacht hat, nicht nur den Fokus auf immer nachhaltigere Produkte zu legen, sondern auch in Sachen Einrichtung des Stores weitestgehend auf nachhaltign und regionale Materialien und Möbeln zu setzen. Wer also eh mal in München ist: ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall!

Nach einer kleinen Führung durch den Store, ein bisschen Tratschen und einem wirklich coolen Goodiebag, ging es dann gesammelt Richtung Garmisch zum gemeinsamen Mittagessen, einer Pasta-Party beim Italiener. Motto dort war definitiv: Carbs, Carbs, Carbs. 😀 Um für den Lauf am darauffolgenden Tag gewappnet zu sein, hat uns Sonja erklärt, dass es unglaublich wichtig ist vor solchen langen und intensiven Läufen die Kohlenhydratspeicher aufzufüllen. Gesagt getan! Nachdem alle satt aus dem Italiener purzelten, machten wir uns auf den Weg zur Startnummervergabe und konnten auch schon eine erste Runde über das Expo Gelände drehen, den Zieleinlauf begutachten und uns zur nächsten Carb Aufnahme aufmachen. Bei Cafe und Kuchen mit Kimi Schreiber und Dioni Gorla, zwei Adidas Athletinnen, bekamen wir einige Tipps und interessante Stories mit auf den Weg. Für den restlichen Tag stand dann noch das Briefing auf dem Eventgelände an, sowie ein kleines Einlaufen mit Sonja, bei dem sie uns nochmal die Technik fürs Heruntergehen erklärte. Zum Abschluss des Tages folgte nur noch das Abendessen im Hotel.

Samstag

Am Samstag, um 5:40 Uhr, klingelte dann der Wecker. Nach einem kleinen Frühstück ging es los zum Startpunkt des Basetrails, hier wurden dann die Rucksäcke auf Vollständigkeit gecheckt, denn für den Lauf gab es verschiedene Pflichtgegenstände, die dabei sein mussten. Das war für den Basetrail: eine Regenjacke, ein Notfallset, 1l zu trinken und mit der Startnummer markierte Snacks. Nach dem check ging es dann auch schon recht schnell und der Lauf ist gestartet.

Die Stimmung war super, jeder hatte Lust und hat sich auf den Lauf gefreut, gerade gemeinsam im Team hat das ganze nochmal richtig Spaß gemacht. Der Lauf selbst war für mich gut machbar. Der Anfang war auch recht entspannt und ich habe super in mein Tempo gefunden. Auch wenn das witzigerweise bei so einem Lauf immer etwas schneller ist, als wenn man alleine seine Runden läuft. Während des Trails gab es 2 Verpflegungsstellen, da ich bei der ersten noch recht viel Wasser hatte, habe ich diese ausgelassen. Während des Trails ist Sonja auch das ein oder andere Mal zur Motivation am Wegrand gestanden und hat einem nochmal neue Motivation für die restlichen Kilometer mitgegeben. Gerade am Ende war das für mich wirklich GOLDWERT, aber dazu gleich noch mehr. Der Lauf ging also immer wieder bergauf und bergab bei unglaublich toller Aussicht in die Bergwelt rund um die Zugspitze, bis es nach der zweiten Verpflegungsstelle nur noch ca. 850hm Bergab ging.

Sonjas Erklärung, wie man am effektivsten bergab läuft haben mir extrem geholfen und es hat richtig Spaß gemacht, einmal war ich dann auch etwas zu schnell und hab zack kurz den Boden geküsst. Aber halb so wild, außer ein paar Schürfwunden und blauen Flecken an Oberschenkel, Knie, Ellbogen und Schulter ist eigentlich nichts passiert und ich konnte ganz normal weiterlaufen.

Aber dann kam das zähste Stück des ganzen Laufes – die letzten 4km auf der geraden, teils geteerten Straße. Von Spaß konnte man da definitiv nicht mehr sprechen und ich musste auch leider immer wieder ein Stückchen gehen, um dann wieder in den Lauf zu finden. Aber glücklicherweise hatte Sonja an den letzten 500m vor dem Ziel auf mich gewartet und mir für diese letzten Meter nochmal richtig Motivation gegeben und schwuuuuups, da war er der Zieleinlauf! Ich habs geschafft, und meinen ersten offiziellen Trailrun abgeschlossen. Mit meiner Zeit, 3.08h bin ich dann auch recht zufrieden gewesen und ich kann euch sagen, ich bin höchst motiviert bei den Infinite Trails nochmal Gas zu geben. Dort stehen dann 21km mit 1900hm auf dem Programm.

Aber jetzt heißt es erst mal runterfahren, den Beinen etwas Ruhe gönnen, um dann Ende der kommenden Woche wieder mit dem Training zu starten.  

Woche 5:

Trainingstag 9: 

Heute auf dem Programm: 30 Minuten langsamer Dauerlauf mit Dehnübungen im Anschluss. Ich würde sagen, das war ein guter Einstieg um nach dem Event wieder langsam ins Laufen zu kommen und sich wieder etwas locker zu bewegen. Und weils so heiß war, gings danach noch in den See – ich liebs.  

Trainingstag 10: 

Am 10. Trainingstag wurde es wieder etwas ernster, und zwar sah mein Plan wie folgt aus: 60 Minuten ruhiger Dauerlauf und anschließend 5  x 100m Sprints mit 100m Trabpause dazwischen. Leider habe ich mich etwas vertan und konnte nicht die Runde laufen, die ich mir eigentlich vorgenommen hatte, deshalb gab es an diesem Trainingstag mehr Straße als ich eigentlich mag. Aber gut, ist auch mal wieder eine Übung und macht mir den nächsten Zieleinlauf auch etwas leichter.

Aber alles in allem war der Trainingstag sehr cool, es war zwar sehr heiß, aber ich fands trotzdem super. And don`t miss… den Sprung in den See. Irgendwie wurde das schon etwas zur Routine, wenn ich die Möglichkeit habe am Bodensee meine Trainingseinheit zu machen. Was ich aber definitiv auch sagen muss, da meine Woche auch mit privaten Terminen sehr voll war, fiel es mir echt schwer den Trainingsplan gut durchzuziehen und musste mich dann doch sehr motivieren. Ich hoffe, das wird dann kommende Woche wieder etwas besser. Aber ich denke auch das gehört mit dazu und ist dann manchmal auch einfach ok.  

Trainingstag 11: 

Klingt entspannt, wars aber nicht komplett: 15 Minuten langsamer Dauerlauf, 15 Minuten zügiger Dauerlauf und nochmal 15 Minuten langsamer Dauerlauf im profilierten Gelände. Warum es nicht ganz so entspannt war wie gedacht? Als gerade die 15 Minuten für den zügigen Dauerlauf eingeläutet wurden, gings ordentlich bergauf. Das hieß dann für mich: Zähne zusammenbeißen und durchziehen. Ging so solala, leider wurde ich hinten raus doch etwas langsamer und musste vom Joggen ins schnellere Gehen wechseln. Belohnt wurde ich aber mit einem fantastischen Blick über den Bodensee und tollem Wetter.