Der innere Schweinehund

Der innere Schweinehund

Im Idealfall ist – gerade in der Vorbereitung auf ein Laufevent – deine Motivation zu laufen so groß, dass du dich sogar ein wenig bremsen musst. Doch auch bei den ganz großen Enthusiasten meldet sich früher oder später der innere Schweinehund. Wenn im Job viel zu tun ist, Freunde oder Familie dich beanspruchen oder es draußen ungemütlich ist, lässt man schon einmal eine Laufeinheit sausen. Nicht so schlimm. Doch beim nächsten Mal hast du vielleicht wirklich keine Lust, suchst nach Ausreden – und wirst welche finden. Das Ergebnis ist häufig, dass man mit einem schlechten Gewissen zu Bett geht. Und schon bist du in einer Spirale der Unzufriedenheit, die im schlimmsten Fall dazu führt, dass du immer wieder neue Gründe suchen wirst, die gegen das Laufen sprechen.

In einem solchen Fall hast du zwei Möglichkeiten: Entweder du verzeihst dir, dass du nicht zu deinem geplanten Lauf angetreten bist, und gehst beim nächsten Mal wieder völlig unbefangen an die Sache heran. Kompliment, wenn du so sehr mit dir im Reinen bist. Oder du greifst zu einem der folgenden Motivationskniffe

Ziele setzen

Setze dir messbare Ziele. Zwei Kilogramm abnehmen, viermal pro Woche laufen, zehn Kilometer am Stück schaffen, in vier Monaten einen Halbmarathon laufen – all das können solche Ziele sein. Entscheidend ist, dass du realistisch bleibst. Ein Laufanfänger tut sich keinen Gefallen, wenn er gleich vom Halbmarathon träumt. Setze dir lieber mehrere kleine Ziele, und gehe eines nach dem anderen an. 

Über Ziele reden

Hole Familie und Freunde mit ins Boot. Kommuniziere deine Ziele. Das schafft einerseits Verbindlichkeit, andererseits sind dir Anerkennung und Unterstützung sicher. Außerdem fällt es dir dann schwerer, mal eine Einheit sausen zu lassen. Und wer weiß, vielleicht kannst durch dein Vorbild sogar jemanden zum Mitlaufen motivieren.

Planvoll vorgehen

Plane deine Laufeinheiten frühzeitig und vermerke sie in deinem Terminkalender. So bereitest du dich bereits mit dem Eintragen gedanklich auf das Training vor. Vor allem erhöht sich dadurch aber die Verbindlichkeit. Geschäftstermine und Verabredungen mit Freunden lässt du ja auch nicht einfach so platzen, oder? Wichtig: Bleibe trotzdem flexibel. Nicht immer kann man alle Termine einhalten. Verzeihe dir, wenn dir tatsächlich etwas Wichtigeres dazwischenkommt.

Laufsachen bereithalten

Lege deine Laufsachen bereits einen Tag vor dem geplanten Lauf zurecht. Dadurch nimmst du dir selbst die „Gelegenheit“, zwischen dem Aufstehen bzw. dem Nachhause-Kommen und dem Laufen ins Grübeln zu verfallen.