Mit Power durch den Herbst

Mit Power durch den Herbst

Sobald es Richtung Herbst geht, sinkt bei vielen Läufer*innen die Motivation. Sportredakteurin Julia Nadolny (@fitjolle) verrät, wie du dich motivieren kannst und worauf du unbedingt achten musst, um heil und sicher durch den Herbst zu laufen. Plus: Der Testbericht zum neuen Nike Air Zoom Tempo Next %.

Nach den sonnigen Sommermonaten ist es gar nicht so einfach, die Lauf-Motivation im Herbst oben zu halten. Es wird kälter, früher dunkel und der Regen lässt den Schweinehund in uns noch lauter werden. Auch das Verletzungsrisiko steigt. Nasses Laub, rutschige Wege und das Risiko nicht gesehen zu werden bringen viele Gefahren mit sich. Umso wichtiger, nicht nur den Trainingsplan, sondern auch dein Trainingsoutfit an die neuen Bedingungen anzupassen.

Sportredakteurin Julia Nadolny hat 3 Tipps, wie du sicher und gesund im Herbst läufst. Außerdem verrät sie, wie sie ihren inneren Schweinedino überwindet.

Das richtige Läufer-Outfit für den Herbst:

Bei Wind und Regen sollte Funktionskleidung zu deiner Grundausstattung gehören. Neben wasser- und windabweisender Kleidung solltest du unbedingt auf sichtbare Reflektoren an Laufjacke und -hose achten. Atmungsaktive Laufkleidung schützt deinen Körper vor dem Überhitzen. Im Herbst gilt: nicht zu warm anziehen. Ich halte mich immer gerne ans Zwiebelprinzip: lieber leichte Schichten und dafür ein paar mehr. Ein Stirnband oder eine Mütze schützen die Ohren bei kälteren Temperaturen und verhindern, dass zu viel Wärme über den Kopf verloren geht. Lange Kleidung schützt Haut, Muskeln und Sehnen, die bei kälteren Temperaturen schlechter durchblutet werden, dadurch sinkt das Verletzungsrisiko.

Vor dem Laufen ein kurzes Warm-up einbauen

Damit kommen wir zum nächsten wichtigen Punkt. Im Herbst und Winter solltest du dich unbedingt ein bisschen warm machen, bevor du losläufst. Ein Kaltstart kann Muskelverletzungen begünstigen. Deswegen baue unbedingt vor dem Laufen ein kurzes Warm-up von 5-10 Minuten ein. Eine Kombination aus moderatem Dehnen und Mobilitätsübungen kann deine Muskeln, Gelenke und Sehnen ideal auf deinen Lauf vorbereiten. Die ersten 10 Minuten solltest du dennoch langsam loslaufen und erst dann das Tempo langsam anziehen. Falls du dich nach dem Laufen dehnst, solltest du dies nicht mehr Draußen, sondern im Treppenhaus oder in deiner Wohnung machen. Noch ein kleiner Tipp: Wenn du durch die Nase atmest, schonst du deine Bronchien und minimierst das Risiko an einer Erkältung zu erkranken.

An der Lauftechnik arbeiten und die richtigen Laufschuhe wählen

Nasses Laub und feuchte Wege bergen eine große Rutschgefahr. Deswegen, solltest du beim Laufen im Herbst unbedingt kleinere Schritte machen und den ganzen Fuß aufsetzen. Außerdem empfehle ich, keine matschigen oder zu unebenen Trampelfade zu nehmen, sondern lieber auf befestigte Wege auszuweichen. Neben der Gefahr auszurutschen steigt auch das Risiko, umzuknicken. Auch hier kann regelmäßiges Mobilitätstraining helfen, Gelenke, Bänder und Sehnen zu stärken. Außerdem solltest du darauf achten, Laufschuhe zu tragen, die deinem Fuß genügend Halt und Stabilität bieten. Im Herbst achte ich darauf mit Schuhen zu laufen, die mehr Profil und eine dickere Sohle haben. Aktuell teste ich den Nike Air Zoom Tempo Next %, der neben einer dicken Sohle, etwas schwerer ist und dem Fuß somit eine gute Erdung gibt.

Der Nike Air Zoom Tempo Next% im Test

Das erste was beim Nike Air Zoom Tempo Next% auffällt, ist seine sehr massive Sohle (46mm) und die Sprengung von 10 m. Der Aufbau des Schuhs orientiert sich stark an Nikes bestem Wettkampfschuh, dem Nike Air Zoom Alphafly NEXT%. Zwei Zoom Air-Stollen unter dem Vorfuß sorgen für eine effiziente Energierückgabe und machen den Schuh besonders reaktionsfreudig. Das merkt man sogar beim Laufen im moderaten Tempo. Die durchgehende Platte in der Mittesohle stabilisiert die Zoom Air-Stollen. Und hier kommen wir zu dem Punkt, der den Nike Air Zoom Tempo Next% nicht nur zu einem guten Wettkampfschuh, sondern auch zu einem hervorragenden Trainingsschuh macht: Er gibt trotz dicker Sohle, einer guten Energierückgabe und einem ordentlichen Schub nach vorne guten Halt und Stabilität für den Fuß.

Optisch ein Hingucker mit praktischen Features

Auch wenn der Laufschuh auf den ersten Blick etwas hart und plastisch aussieht, besteht das Obermaterial aus dem bekannten atmungsaktiven Flyknit-Material und reibt dank nahtloser Verarbeitung beim Laufen kein bisschen am Fuß. Der Schuh sitzt am Mittelfuß etwas enger, was ich persönlich sehr angenehm finde, da der Fuß zusätzlich stabilisiert wird. Für die Zehen nach vorne hin ist genügend Platz vorhanden. Der Einstieg ist dank des flexiblen Ferseneinstiegs super easy und die Schnürung kann mit einer Hand festgezogen und gelöst werden.

Mein Fazit: Der neue Nike Air Zoom Tempo Next% ergänzt mein Laufschuh-Reptoire mit seiner Zwitterfunktion als Trainings- und Wettkampfschuh ideal. Durch seine Energierückgabe eignet er sich ganz besonders gut für Tempo-Läufe, gibt aber auch bei moderatem Tempo stabilen Halt und einen energiegeladenen Bounce nach vorne.

Mein Tipp für mehr Lauf-Motivation im Herbst

Bei leichtem Regen hilft es mir meistens schon, mir die richtige Lauf-Kleidung parat zulegen, um nicht noch mehr Zeit beim Zusammenstellen des Outfits für Ausreden zu haben. Außerdem verkürze ich meine Laufeinheiten und bin lieber öfter und dafür nicht so lange unterwegs (denn mal ehrlich, wer läuft gerne klatschnass eine Stunde durch den Regen?). Oft reichen mir schon 25-35 Minuten. Danach geht’s für mich direkt unter die Dusche. Danach nehme ich mir immer etwas Zeit für mich und kuschle mich mit meinem Lieblingstee und einem Buch auf die Couch. Das Gefühl auch bei Regen und schlechtem Wetter etwas für sich und seinen Körper getan zu haben liebe ich und irgendwie bin ich nach all den Jahren immer noch stolz, wenn ich meinen kleinen Schweinedino überwunden habe. Plus: ich erhalte mir eine gewisse Grundfitness und starte nicht wieder bei Null, wenn es Richtung Frühling geht.