Nahrungsergänzung und Sportgetränke

Nahrungsergänzung und Sportgetränke

Nahrungsergänzung ist ein durchaus umstrittenes Thema. Viele Leistungssportler mit einem hohen Trainingsumfang schwören darauf, bestimmte Nährstoffe in Form von Kapseln, Tabletten oder Drinks zu sich zu nehmen. Vor allem Profi-Langstreckenläufer, -Radfahrer  oder Langstrecken-Triathleten verlieren während des täglichen Trainings jede Menge Vitamine und Mineralstoffe. In ihrem Fall kann die sogenannte Supplementierung durchaus sinnvoll sein.

Mit Arzt abklären

Bei Hobbyläufern sieht das schon anders aus. Selbst wenn du dich in der Vorbereitung auf einen Marathonlauf befindest, solltest du bei einer ausgewogenen Ernährung keine Probleme mit einer Unterdeckung haben. Wenn du allerdings nur sehr unregelmäßig zum Essen kommst oder die Möglichkeiten der normalen Ernährung bereits ausgeschöpft hast, kann eine Nahrungsergänzung auch für sie Sinn ergeben.

Bevor du tätig wirst, solltest du einen Arzt konsultieren, am besten einen mit ernährungs- und sportwissenschaftlichem Hintergrund. Sollte der dir zur Supplementierung eines bestimmten Nährstoffs raten, ist das in Ordnung. Was du keinesfalls tun solltest, ist, dich auf eigene Faust mit einem der zahlreichen, meist teuren Nahrungsergänzungspräparate aus dem Drogeriemarkt oder Internethandel einzudecken. Der Körper ist zwar in der Lage, viele überschüssige Stoffe auszuscheiden, aber eben nicht alle. Und eine Überdosierung eines bestimmten Stoffes kann mitunter noch gefährlicher sein als eine Unterdeckung: Also keine Experimente. 

Sportgetränke: Natrium, Magnesium, Kohlenhydrate und Eiweiß essentiell

Das gilt natürlich auch für die Getränke, mit denen du dich in Training und Wettkampf versorgst. Hier die wichtigsten Inhaltsstoffe und was sie bewirken:

Natrium

Wasser, Cola oder Apfelsaft enthalten fast kein Natrium. Wer nur solche Flüssigkeiten während längerer sportlicher Belastung zu sich nimmt, läuft Gefahr, einen Natriummangel zu erleiden. Dabei drohen Muskelkrämpfe und Erbrechen. Die ersten Warnsignale sind erhöhter Harndrang und eine höhere Herzfrequenz. Gute Sportgetränke enthalten 600 bis 1.100 Milligramm Natrium pro Liter.

Magnesium

Viele Läufer nehmen bei Krämpfen während des Sports Magnesium ein – ohne zu wissen, dass dieses Mineral bei Muskelkrämpfen während des Sports wirkungslos ist. Es kann sogar Durchfälle provozieren und sollte erst nach dem Sport eingenommen werden. Bei Muskelkrämpfen während des Sports sollte ausschließlich natriumreich getrunken werden. Magnesium sollte in Sportgetränken enthalten sein, die du nach der Belastung konsumierst.

Kohlenhydrate

Damit du eine hohe muskuläre und mentale Leistungsfähigkeit aufrechterhalten kannst, sollte dein Getränk pro Liter etwa 60 Gramm Kohlenhydrate enthalten. Die meisten Sportgetränke sind in dieser Hinsicht sehr gut zusammengesetzt.

Eiweiß

Bei langen Ausdauerbelastungen verbrauchen Läufer neben Kohlenhydraten auch vermehrt Aminosäuren, aus denen die Eiweiße in Muskeln und anderen Strukturen des Körpers zusammengesetzt sind. Ideale Sportgetränke enthalten 15 bis 20 Gramm Aminosäuren pro Liter. Drinks mit einem so hohen Proteingehalt sind allerdings noch selten erhältlich.

Eine sanfte und sinnvolle Form der Nahrungsergänzung sind auch Protein-Shakes, von denen entgegen hartnäckigen Klischees nicht nur Kraft-, sondern auch Ausdauersportler nach harten Trainingseinheiten oder Wettkämpfen profitieren. Dein Körper erhält durch sie Baumaterial, um die trainingsbedingten “Muskel-Schädigungen” zu reparieren. Die Regeneration wird somit direkt nach dem Lauf eingeleitet. Um letzte Bedenken zu zerstreuen: Von Muskelpaketen, die allein durch Protein-Shakes entstanden sind, hat noch niemand etwas gehört.