Neue Challenge: Plogging

Neue Challenge: Plogging

Ein aktueller Trend aus Schweden mischt die Läufer- und Fitnessszene auf: Plogging! Nicht zu verwechseln mit Blogging, was ja nun wirklich kein Neuland mehr ist. Wir verraten euch, was es mit dem plötzlichen weltweiten Hype auf sich hat.

Plogging setzt sich aus plocka (Schwedisch für pflücken) und Jogging zusammen. Konkret geht es darum, auf der persönlichen Running-Runde herumliegenden Müll einzusammeln und so der Umwelt und sich selbst etwas Gutes zu tun. Denn die zusätzlichen Bewegungsabläufe, die fürs Aufsammeln nötig sind, erweitern und verbessern das Lauftraining.

Plogging - Eine Kombination aus Jogging und Müllaufsammeln

Erik Ahlström hat die Kombination aus Jogging und Müllaufsammeln erfunden. Er wollte nicht mehr tatenlos hinnehmen, durch vermüllte Landschaften und Straßen laufen zu müssen. Bereits 2016 kam er daher auf die Idee, das eine mit dem anderen zu verbinden, und ersann dafür die griffigen Wörter Plogga und Plogging. Mitte 2017 tauchte Plogging bereits vermehrt in den Medien auf, seit Anfang 2018 nimmt die Idee dank Video-Posts und Bildbeiträgen in sozialen Medien weltweit massiv an Fahrt auf. Die rasante Entwicklung lässt sich gut an den Google-Treffern ablesen. Während am Anfang März 2018 noch 416.000 Treffer für den Suchbegriff Plogging gelistet wurden, sind es mittlerweile mehr als 1,2 Millionen Einträge.

Die umweltfreundliche Running-Variante begeistert Runner aus Costa Rica ebenso wie Läufer in Frankreich, in den USA, in Italien, der Schweiz, Mexiko oder Chile. Auch in Deutschland gibt es Plogging-Treffen. Das Prinzip für Teilnehmer ist einfach: „All you need is a plastic bag and your favorite pair of running shoes.” Auf Deutsch: Alles, was du brauchst, sind eine Mülltüte und deine Lieblings-Runningschuhe. Zusätzlich empfehlenswert sind Handschuhe, um den Müll nicht direkt anfassen zu müssen.

Plogging - Eine Kombination aus Jogging und Müllaufsammeln

Wo finden Plogging-Events statt?

Viele Plogging-Events werden über Facebook organisiert. Die Liste von Plogga in Schweden wird täglich länger. Es bilden sich aber auch immer mehr Plogger-Gruppen auf der ganzen Welt. Beispielsweise kommen in New York, Kapstadt und Santiago de Chile Plogger zusammen. Unter dem Hashtag #plogging findet man bei Instagram auch einige Events in Deutschland. Ob Köln, Hamburg, Berlin oder auch kleinere Städte wie Esslingen: Die Plogging-Community wächst – und das schnell.

Wieso ist Plogging gut für Läufer?

Durch die Bewegungen außerhalb der üblichen Laufroutine wird der Run gleichzeitig zu einem Workout, das Kondition und Koordination verbessert. Um den Müll aufzusammeln, bewegt man den Oberkörper intensiver als beim normalen Joggen; auch Ausfallschritte werden fällig, das geht auf Po und Oberschenkel. Durch die langsamen Passagen während des Einsammelns und durch häufige Unterbrechungen ähnelt der Ausdauerlauf eher einem Intervalltraining; wer seine übliche Pace beibehalten möchte, muss in den müllfreien Zonen ordentlich Gas geben! Sinnvoll ist es, Plogging zum Beispiel einmal pro Woche einzuplanen und zusätzlich bewusst Elemente des Lauf-ABCs zu integrieren. Anfersen, Rückwärtslaufen, Kniehub, Hopserlauf – go!