Richtig atmen: Woran muss ich denken?

Richtig atmen: Woran muss ich denken?

Was ist der richtige Atemrhythmus? Soll ich durch die Nase ein- und durch den Mund ausatmen? Oder umgekehrt? Fragen nach der richtigen Atemtechnik beschäftigen gerade am Anfang viele Läufer. Dabei ist es sehr einfach: Dein Körper arbeitet energiesparend – du musst ihn nur lassen. Wer versucht, seinen Atemrhythmus beim Laufen zu beeinflussen, arbeitet gegen die Natur. Beim Yoga oder autogenen Training kannst du mit deiner Atmung arbeiten, beim Laufen atmest du ein und aus. Nicht mehr und nicht weniger.

Mit dem Ausatmen gibst du Kohlendioxid ab, beim Einatmen nimmst du Sauerstoff auf. Der deinem Lauftempo angepasste Atemrhythmus stellt sich von selbst ein. Dein Körper passt die Atmung an die aktuelle Leistung des Stoffwechsels an. Ausschlaggebend dafür ist nicht der Sauerstoffbedarf, sondern die Menge des Kohlendioxids, das bei der Verbrennung von Sauerstoff, Kohlenhydraten und Fetten in den Muskelzellen entsteht und von dort mit dem Blut übers Herz zur Lunge transportiert wird.

Richtig Atmen beim Laufen

Dort gelangt es aus dem Blut in die Atemluft und verlässt über Luftröhre, Nase und Mund den Körper. In der Halsschlagader befinden sich Rezeptoren, die messen, wie viel Kohlendioxid im Blut enthalten ist. Steigt die Kohlendioxid-Konzentration, wird das ans Gehirn gemeldet, das deinen Körper automatisch veranlasst, die Atemfrequenz zu steigern. Das alles geschieht völlig unbewusst. Du musst keinen Gedanken daran verschwenden.

Im Winter durch die Nase atmen

Steuern kannst du allerdings, ob du durch den Mund oder durch die Nase atmest. Beides hat Vor- und Nachteile. Durch den leicht geöffneten Mund bekommst du im gleichen Zeitraum viel mehr Luft als durch die Nase. Durch den Mund zu atmen, ist effektiver. Durch die Nase gelangt die Luft allerdings vorgereinigt und angewärmt in die Atemwege. Deshalb solltest du langsam laufen und durch die Nase atmen, wenn’s im Winter mal sehr kalt ist.