Wann Einlagen sinnvoll sind

Wann Einlagen sinnvoll sind

Ärzte und Orthopädieschuhmacher wissen seit Langem um die positiven Eigenschaften von Einlagen bei bestimmten Beschwerden und Verletzungen. Mittlerweile gibt es auch Einlagen von der Stange, die jenen Einlegesohlen, die von den Herstellern serienmäßig in die Laufschuhe gelegt werden, weit überlegen sind.

Komforteinlagen für Hohlfußläufer

Solche Produkte nennt man Komforteinlagen. Sie gibt es für unterschiedlich hohe Fußgewölbe in verschiedenen Ausführungen. Sie werden nicht individuell gefertigt, sondern in wenigen verschiedenen Ausführungen für die unterschiedlichen Fußtypen hergestellt. Diese Einlagen greifen nicht in den Bewegungsablauf ein, sondern verbessern durch einen vollflächigen Kontakt zwischen Fußsohle und Schuh die Passform. Das führt im Idealfall zu einer intuitiven Bewegungsoptimierung.

Komforteinlagen sind eine gute Lösung für Läufer, die eigentlich keine orthopädischen Einlagen brauchen, sich aber mit Einlagen besser fühlen. Oder für Läufer mit Hohlfuß. Hier unterstützen Einlagen das Fußgewölbe und sorgen für einen besseren Kontakt zum Laufschuh. Und das hat einen positiven Einfluss auf den gesamten Bewegungsapparat.

Individuelle Einlagen bei orthopädischen Problemen

Wenn allerdings hartnäckige orthopädische Probleme auftauchen, sollte es schon eine maßgeschneiderte Einlage sein. Orthopädische Einlagen sind Handarbeit. Sie werden nach eingehender Vermessung von Füßen und Laufstil von einem orthopädischen Schuhmacher angefertigt. Solche Einlagen können das Bewegungsmuster verändern – falls das gewünscht ist – und sind somit vor allem geeignet, um Problemen entgegenzuwirken.

Viele Läufer kommen mit Überlastungsproblemen zum Orthopäden. Oft sind Fehlstellungen der Füße, Beine oder der Hüfte die Ursache. Ein guter Orthopäde schaut sich zusammen mit einem biomechanisch ausgebildeten Orthopädie-Schuhmacher den Läufer von Kopf bis Fuß an und analysiert die gesamte Bewegungskette beim Laufen. 

So lässt sich herausfinden, ob und welche Einlagen sinnvoll sind. Dabei sollte immer analysiert werden, was hinter dem Problem steckt. Wann ist es aufgetreten? Bei welcher Belastung? Welche Laufschuhe trägt der Läufer meistens? Wie sind diese abgenutzt? Wenn diese Fragen geklärt sind, kann eine Einlage hergestellt werden. Eine Einlage muss immer zum Schuh und zum Menschen passen.

Einlagen nicht alleinige Lösung aller Probleme

Man sollte auch immer im Hinterkopf behalten, dass Einlagen allein nicht alle Probleme lösen können. Die richtigen Dehnungs- und Kräftigungsübungen sind extrem wichtig. Als Läufer sollte man sich immer auch um sich selbst kümmern und die Vorbeugung vor Verletzungen und Problemen nicht Ärzten, Physiotherapeuten oder orthopädischen Schuhmachern überlassen. Ein guter Orthopäde, der Einlagen verschreibt, arbeitet immer auch mit Physiotherapeuten zusammen, bei denen Läufer lernen können, welche Übungen für sie die richtigen sind. 

Und ganz verzichten kann man auf orthopädische Einlagen, wenn bei einer Laufstilanalyse individuelle Eigenheiten festgestellt werden, die aber keine Probleme verursachen.