Warum Laufen glücklich macht

Warum Laufen glücklich macht

Laufen ist die ursprünglichste Form der Fortbewegung. Unsere Vorfahren haben täglich bis zu 40 Kilometer zu Fuß zurückgelegt und dabei etwa 2500 Kilokalorien verbrannt. Untersuchungen haben zudem gezeigt, dass etwa 30 Prozent mehr Blut durch den Kopf fließen und man besser denken kann. Läufer haben das Gefühl, durch die Landschaft zu schweben, sie merken, dass der Körper funktioniert und dass sie gesund sind. Laufen ist Körper- und Psychotherapie in einem.

Ihre eigene Gesundheit nehmen aber immer noch viel zu wenige Menschen ernst. Studien ergeben immer wieder, dass in Deutschland weniger als ein Fünftel der Bevölkerung das Kriterium „rundum gesund“ erfüllen. Die meisten Menschen sind Couch-Potatoes, die für eine Currywurst jeden Obstsalat stehen lassen. 

Krankheiten vorbeugen

Wer den Schritt vom Couch-Potato zum Läufer schaffen will, muss umdenken. Ohne eine Änderung der eigenen Körperwahrnehmung bleibt der erste Schritt oftmals aus. Menschen dauerhaft zu bewegen, ist extrem schwierig. Besser geht es, wenn der Körper auf eine Bewegungserfahrung zurückgreifen kann – auch wenn diese schon lange zurückliegt. Auch deswegen ist es so wichtig, dass Kinder regelmäßig Sport treiben. Denn auch nach einer unsportlichen Zeit erinnert sich der Körper im Alter wieder an die Bewegungserfahrung, die er als Kind oder Jugendlicher gemacht hat.

Dabei ist der Wert eines sanften Ausdauersports wie des Laufens unbestritten. Nicht von ungefähr bezeichnen Mediziner die modernen Zivilisationskrankheiten – wie Bluthochdruck oder Diabetes II –  auch als Bewegungsmangelkrankheiten. Wer diese Positivliste liest, müsste auf Anhieb die Laufschuhe schnüren und losrennen. 

Warum laufen glücklich macht - Die acht besten Gründe fürs Laufen

Acht Argumente fürs Laufen

#1 Laufen stärkt das Herz-Kreislauf-System

Wenn du läufst, muss dein Herz mehr arbeiten, um den Körper ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen. Mit der Zeit kommt es zu einer Anpassung. Das Herz lernt, ökonomischer zu schlagen – und zwar nicht nur beim Sport, sondern rund um die Uhr. Weil zudem auch die Blutgefäße besser durchblutet werden, verstopfen sie nicht so leicht. Laufen senkt somit auch das Herzinfarkt-Risiko.

#2 Laufen kräftigt Muskulatur und Knochen

Vor allem die Bein- und Gesäßmuskulatur wird durch das Lauftraining kräftig und wohlgeformt. Durch den Anpassungsreiz beim Laufen bleiben zudem die Knochen stark.

#3 Laufen unterstützt das Immunsystem

Regelmäßiges, leichtes Lauftraining kurbelt die Produktion der weißen Blutkörperchen an und stärkt somit dein Immunsystem. Dadurch bist du weniger anfällig für Erkältungen.

#4 Laufen macht glücklich und baut Stress ab

Wenn du Sport treibst, schüttet dein Gehirn vermehrt die Botenstoffe Dopamin, Serotonin sowie Endorphine aus. Zugleich senkt Laufen den Spiegel des Stresshormons Cortisol.

#5 Laufen fördert die Gehirnleistung

Durch Laufen verbessert sich die Sauerstoffversorgung des Gehirns. Nach derzeitigem Stand der Wissenschaft können sogar neue Verbindungen zwischen den Hirnzellen entstehen, das Gehirn wird leistungsfähiger.

#6 Laufen senkt das Krebsrisiko

Studien haben gezeigt, dass aktive Menschen ein geringeres Krebsrisiko aufweisen.

#7 Laufen beugt Kniebeschwerden vor

Entgegen hartnäckigen Gerüchten sorgt moderates Lauftraining für eine verbesserte Nährstoffversorgung im Gelenkknorpel und beugt so Knieschmerzen vor, anstatt sie zu verursachen.

#8 Laufen hilft gegen Übergewicht

Last but not least ist Laufen eine der effektivsten Sportarten, wenn man abnehmen möchte. Und beugt so auch Krankheiten vor, zu deren Ursachen Übergewicht gehört – wie Diabetes II und Bluthochdruck.